Nintendo bringt mit der Wii Bewegung ins Spiel – doch das war erst der Anfang. Mit dem Sportprogramm Wii Fit sollen nun auch Sportmuffel und Couchpotatoes zum Fitness-Test herangezogen werden.
Videospiele und schweißtreibende Fitnessübungen, sind das nicht zwei Paar Schuhe? Das beide Disziplinen einander nicht ausschließen müssen, davon zeugt bereits das seit über einem Jahr sehr erfolgreiche Wii Sports, bei dem die Wii-Fernbedienung zum Tennisschläger, zur Bowlingkugel oder zum Boxhandschuh wird.
Einen Schritt weiter geht Nintendo nun mit „Wii Fit“ und dem dazu ausgelieferten Balance Board, das noch mehr körperlichen Einsatz von Ihnen fordert. Und das Interesse an Sport beim Videospiel ist offenkundig ungebrochen. Als das Gerät am 1. Dezember 2007 in Japan in den Handel kam, bildeten sich lange Warteschlangen vor den Geschäften. Nach zwei Wochen waren fast eine halbe Million über den Ladentisch gegangen, viele Kunden mussten ohne Balance Board wieder abziehen. COMPUTER BILD SPIELE hat sich ein Exemplar aus Tokio einfliegen lassen, um schon jetzt umfassende Eindrücke für Sie zu sammeln und die berechtigte Frage zu beantworten: Was leistet dieses Balance Board?
Alles im Gleichgewicht
Es handelt sich um ein neuartiges Wii-Steuergerät, das optisch an eine Waage erinnert. So arbeitet es im Prinzip auch, doch wie der Name Balance Board (Balancierbrett) bereits andeutet, kann das Gerät natürlich mehr als eine Waage. Es hält drahtlos Kontakt mit der Wii-Konsole. Dazu benötigt es vier Mignonbatterien (AAA), ein Netzteil lässt sich leider nicht verwenden. Mit eingebauten Sensoren misst das Balance Board, wie Ihr Gewicht verteilt ist, und ermittelt daraus Ihre momantane Körperhaltung. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Eingabe- und Abfragemöglichkeiten. Dazu später mehr.
Status Quo, so Pi mal Daumen
Starten Sie Wii Fit zum ersten Mal, geben Sie zunächst persönliche Daten ein, wählen Ihre Wii-Spielfigur („Mii“) und versorgen das Programm mit Informationen, wie Körpergröße, Geburtsdatum und Geschlecht. Dann betreten Sie das Balance Board ohne Schuhe. Damit Sie nicht rutschen, ist die Standfläche genoppt. Nun wird Ihr Gewicht gemessen und daraus sowie aus Ihren Eingaben Ihr BMI (Body Mass Index) errechnet. Der soll, als grober Richtwert, Ihre körperliche Verfassung beschreiben, weil er sich aus dem Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße ergibt. Leider berücksichtigt der BMI nicht, ob eine Person eher muskulös oder schlank gebaut ist und ist daher unter Fachleuten umstritten.
Quelle:computerbild.de