Warum Tagesgeldkonten zur Zeit eine sicherere und ertragreichere Anlage sind als es zu sein scheint, obwohl die Zinsen nicht gerade vielversprechend sind, liegt zweifelsfrei an der niedrigen Inflation.
Vor kurzer Zeit waren die Angebote bei Tagesgelkonten noch verlockend. Sie versprachen vier bis fünf Prozent Tagesgeldzinsen. Der Grund dafür war das durch die Krise entstandene Misstrauen der Banken untereinander und um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Die Banken liehen sich plötzlich kein Geld mehr. Sie versuchten also, sehr erfolgreich sogar, an das Geld der Kunden zu kommen, indem man die Tagesgeldzinsen in die Höhe trieb.
Doch wie man bekanntlich weiß, ist nichts steter als die Veränderung und so sind die Tagesgeldzinsen nunmehr wieder bei durchschnittlich 2,5 Prozent angekommen (z.B. 2,75 Prozent beim Netbank Tagesgeldkonto).
Nun stellen Sie sich als Anleger sicherlich immer noch die Frage, worin Sie Ihr Geld investieren sollen, welches Sie übrig haben.
Viele Leute packen es wieder in den DAX, der aufgrund dieser Tatsache aber bald wieder zu fallen droht und immer ein riskantes Geschäft ist.
Wirtschaftsexperten sind sich nicht wirklich einig, in welche Richtung sich das Aktiengeschäft in nächster Zeit entwickeln wird.
Bei diesen Meldungen wäre es ratsam abzuwarten und sein Geld sicher anzulegen. Denn bei Berücksichtung der Inflationsrate spielen die Tagesgeldzinsen, obwohl sie so niedrig sind, eine wesentliche Rolle.
Da die Inflationsrate gleich null ist, steigen die Preise statistisch gesehen nicht an. Also ist die reale Rendite trotz niedrigerer Tagesgeldzinsen höher als zu Zeiten als sie noch bei vier bis fünf Prozent lagen. Damals mussten Sie nämlich noch ca. drei Prozent für die Inflation von den Tagesgeldzinsen abziehen.